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Foto von Anzeigentafel

Nachdem ich einige Wochen in Folge beobachtet habe, wie sich eine Gruppe Jugendlicher jeden Donnerstag noch vor der Schule zur bible lesson trifft, habe ich ihren Gruppenleiter einmal angesprochen. Wie es denn sein könnte, dass ganz normale Jugendliche sich freiwillig früh am Morgen treffen, um die Bibel zu lesen und zu diskutieren. Die Männer, nicht viel älter als ich, lachen mich an. „It’s a great group!“, sagen sie und sind sichtlich stolz auf ihre Gruppe. Diese Jugendlichen sind nicht die etwa die Pastöre von morgen oder werden von ihren Eltern gezwungen, sie genießen es einfach, sich zu treffen, einen Kaffee zu trinken und sich mit Erwachsenen, die nicht ihre Eltern sind, über ihren Glauben auszutauschen.

Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Gruppe zufällig entdeckt habe, denn sie zeigt mir, dass Glaube so viel mehr ist, als der sonntägliche Gang zur Kirche. Offensichtlich dringt der Glaube, wenn er gelebt wird, bis in jede Ritze des Lebens. Dann ist es auch für einen Teenager plötzlich vollkommen normal, dass man sich neben all den anderen Themen des Lebens auch mal über den Glauben austauscht. Mich erinnert diese Begegnung an die Frauengruppe, die vor Weihnachten ihre bible study im Fastfood-Restaurant Chick-fil-A abgehalten hat, zwischen einer Tüte Pommes und einem großen Becher Cola.

Ich hoffe, dass ich noch viele junge und alte Menschen entdecke, die in der Öffentlichkeit sitzend die Bibel studieren. Denn mir gibt es die Zuversicht, dass christlicher Glaube, Kultur und Traditionen auch in der Zukunft lebendig bleiben.

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