Wrong Way

Foto von Straßenschild

Es wirkt in der Tat wie überflüssige Kinderzankereien, was Demokraten und Republikaner derzeit in Washington D.C. veranstalten. Wären nicht hunderttausende von Arbeitnehmern von den Folgen des politischen Machtspielchen betroffen, es wäre fast amüsant. Doch wenn heute sogar in noch so entlegenen Orten der USA die Nationalparks geschlossen bleiben und hunderte von Museen ihre Pforten nicht öffnen, dann wird deutlich, dass das politische Gerangel mehr ist als eine Kinderstreiterei.

Staatsdiener mit unerlässlichen Aufgaben (Kongressabgeordnete, Sicherheitsdienste, Grenzschutz, Polizei, Rettungsdienste) wurden selbstverständlich nicht in den unbezahlten Urlaub geschickt, alle anderen aber schon.

Shutdowns sind nicht ungewöhnlich. Der jetzige ist der 19. seit 1976, wer also für den Staat arbeitet, der weiß, dass er ein gewisses Risiko eingeht, für Tage oder manchmal auch Wochen das Leben auch ohne Gehalt meistern zu müssen. Es ist müßig an dieser Stelle genau zu erklären, wie und in welchen Situationen es zu einem Shutdown kommt, (wer mehr wissen will, liest hier). Was klar ist, es ist ein Machtkampf zwischen dem Präsidenten, den Republikanern und den Demokraten.

Donald Trump schreibt dazu auf Twitter: „The Democrats are turning down services and security for citizens in favor of services and security for non-citizens. Not good!“

Natürlich ist das nicht ganz so einfach wie der Präsident schreibt, denn alle Seiten bleiben hart und jeder will zeigen, wer am längeren Hebel sitzt. Für einen kurzen Moment sind es die Demokraten, doch auf wessen Kosten? Auf jeden Fall nicht auf ihren eigenen, denn die Gehälter von Kongressabgeordneten werden ja weitergezahlt.