Who is Jordan?

Zeichnung von Jordan

Mit der Reihe „Portraits of Americans“ möchte ich Einblicke in das Privatleben von Amerikaner geben. Alle hier porträtierten Amerikaner sind frei erfunden. Die Kurzbiographien sind jedoch inspiriert von den Menschen, die ich in Amerika kennenlerne.

Jordan spielt Baseball seit er denken kann. Schon mit drei Jahren hat sein Vater ihn in ein kleines Baseballoutfit gesteckt und ihn zum Training gebracht. Erst wöchentlich, dann immer häufiger. Als er acht Jahre alt war, stand er jeden Tag auf dem Feld. Dort schwang er den Schläger und warf den Ball. In der Middle und High School war er der Held des Schulteams und weil er bedeutend besser war als die anderen, bekam er ein Stipendium an einer begehrten Universität in Florida. Doch zum Studieren hatte er eigentlich keine Zeit, denn er verbrachte täglich mindestens 6 Stunden auf dem Feld und beim Training. Nach wenigen Semestern war er der Star des Profibaseballs und er ergatterte lukrative Verträge. Nebenbei schloss er, zwar mehr schlecht als recht, aber immerhin, seinen Bachelor in Politikwissenschaften ab.

Wenn Jordan heute an diese Zeit zurückdenkt, dann stellt er zwei Dinge fest: „Ich war wirklich erfolgreich.“ und „Eigentlich habe ich seit ich 3 Jahre alt war nichts anderes gemacht als Baseball.“ Er schaut dann immer so, als würde er sein Leben bedauern. Jordan hat sich dann mit Anfang 30 zur Ruhe gesetzt. Er hatte genügend Bälle gepitcht und Innings gewonnen. Die Baseballwelt vermisste ihn, denn er war wirklich einer von den Besten. „Wer zu den Besten gehören will, der muss alles geben. Ich habe alles gegeben. Meine Familie hat alles gegeben, denn meiner Karriere mussten sich alle unterordnen. Meine Ma, mein Pa, meine Geschwister. Es ist Zeit, dass ich aufhöre, damit ich uns alle mehr Freiheiten verschaffe. Das Leben besteht nicht nur aus Baseball, weißt du.“