Who is Fernando?

Zeichnung von Fernando

Mit der Reihe „Portraits of Americans“ möchte ich Einblicke in das Privatleben von Amerikaner geben. Alle hier porträtierten Amerikaner sind frei erfunden. Die Kurzbiographien sind jedoch inspiriert von den Menschen, die ich in Amerika kennenlerne.

Kürzlich wurde Fernando im See des nahegelegenen Naturpark getauft. Mit der ganzen spanischsprachigen Gemeinde sind sie hinausgefahren und haben die Taufe von vier Gemeindemitgliedern gefeiert. Der Pfarrer ist mit ihnen in den See gestiegen, hat sie dreimal untergetaucht und auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft. Die Gemeinde stand am Ufer und hat gejubelt, als Fernando und die anderen als Christen dem Wasser entstiegen.

Fernando liebt die Sonntage, wenn er sich in der Gemeinde mit anderen Mexikanern trifft, dann sprechen sie Spanisch, essen mexikanisches Essen und trinken Bier aus der Heimat. Die Gemeindemitglieder teilen ihr Leid und ihre Freude. Fernando ist dankbar, dass es ihm so gut geht. Er hat einen Job, ein Einkommen und eine Aufenthaltsgenehmigung. Viele seiner Freunde sind illegal hier und haben Probleme einen Job zu finden.

Fernando war in seiner Heimat Busfahrer, hier mäht er den Rasen von Leuten, die Geld haben um ihn und seine Kollegen zu bezahlen. Er arbeitet vom frühen Morgen bis zum Abend. An guten Tagen mäht er bei 15 Kunden. Wenn es Trinkgeld gibt, dann schafft er es im Monat auf 1500 Dollar. Fernando ist stolz auf sein Gehalt und froh, dass er seiner Familie etwas nach Mexiko schicken kann. Gerne würde er seine Frau und seine Kinder nachholen, aber im Anbetracht seines geringen Gehaltes haben seine Frau und er entschieden, dass sie erst einmal getrennt leben müssen. In einigen Jahren, wenn Fernando genug gespart hat, will er seine eigene Firma gründen. Dann wird das Geld hoffentlich reichen, um seine Familie in die USA zu holen.