U.S. Fertility Rate

Bild von Stickern auf einem Auto

In den USA wurden 2015 ca. 13,2 Babys pro 1000 Einwohner geboren. Damit belegen die USA Platz 143 im weltweiten statistischen Vergleich. Deutschland findet man auf Platz 194 wieder. Die unterschiedliche Platzierung der beiden Länder spiegelt sich nicht nur in Zahlen, sondern auch in der Realität deutlich wider. In Amerika hat man in der Regel eine ganz anderen Einstellung zu Familie und Kinder, als ich es aus Deutschland gewohnt bin. Eine Familie zu gründen ist hier, wie auch anderswo, nicht nur ein kostspieliges Unterfangen, sondern auch eine Art Prestigeprojekt. Wer Kinder hat, der ist reich. Dabei ist hier nicht die Rede von materiellem Reichtum, sondern von immateriellen Gütern.

Familie bedeutet hier tatsächlich so etwas wie die kleinste Zelle der Gesellschaft. Entsprechend respektiert und anerkennt man die Erziehungsarbeit von Eltern auch ganz anders. Wer Kindern das Leben schenkt, sie erzieht und unterstützt, damit sie selbstständige und freie Bürger dieses Landes werden können, der hat wirklich etwas geleistet.

Trotz der positiven Wahrnehmung von Familien ist auch hierzulande die Geburtenziffer stetig gesunken. 1960 hat eine Frau in den USA noch 3,65 Kinder geboren. Heute, 57 Jahre später, liegt die Ziffer nur noch bei 1,84 Kindern und damit hat die USA die niedrigste Geburtenziffer erreicht, die sie je hatten.

Allein die Zahlen zeigen, dass Familien- und Kinderfreundlichkeit nicht automatisch zu mehr Kindern führen. Allerdings erscheint mir aus deutscher Sicht und insbesondere in Bezug auf die Anerkennung und Rücksichtnahme durch die Gesellschaft ein Leben mit Kindern hier um einiges angenehmer als in Deutschland.