So far away

Foto einer Straße

Kaum hat man die Stadt verlassen rollt man auf nicht enden wollenden Straßen, HIghways oder Interstates. Die Straßen sind hier manchmal Meilen weit schnurgerade, umrahmt von Bäumen, weiten Feldern oder Bergen. Für mich ist die Weite Amerikas bis heute unfassbar und manchmal auch unerträglich. Aufgewachsen im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands, NRW, war ich es gewohnt mit dem Fahrrad in kürzester Zeit dort zu sein wo ich wollte. Eine Autofahrt machte ich, wenn ich nicht die Bahn nahm, nur um die Stadt zu wechseln und auch das in wenigen Minuten, selten in Stunden (die Verkehrsdichte in NRW ist nicht zu vernachlässigen).

Hier wird alles mit dem Auto erledigt. Einkaufen bedeutet mindestens eine Stunde auf der Straße zu sein. Arztbesuche, Ausflüge, Behördengänge, Arbeitswege bescheren einem viele Stunden im Auto. Wer im suburbanen und ruralen Amerika wohnt, der muss Autofahren mit einplanen. In South Carolina ist zudem das öffentliche Verkehrswesen so unterentwickelt, dass auch Bus-, Bahn- oder Metrofahren keine Alternative zum Auto darstellt. Ein kleiner Trost ist dann vielleicht die geringe Steuerbelastung, die man beim Kauf eines Autos zu tragen hat. So verlangt der Staat South Carolina 5% state sales tax, maximal aber 300$.