Railway Towns

Foto von Schienen

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts und insbesondere in den Jahren als die erste Transkontinentale Eisenbahn errichtet wurde, die die Ostküste mit der Westküste verband, wuchsen an ihrem Wegesrand sogenannte Railway Towns. Während die einen Railway Towns, die zunächst meistens nur aus Zelten bestanden, mit den Arbeitern weiter nach Westen wanderten, hielten sich andere und wuchsen.

Auch Atlanta in Georgia ist so entstanden. Mitten im Nirgendwo, aber an der Kreuzung von zwei Eisenbahnverbindungen entwickelte sich seit dem Jahr 1837 in einem Wahnsinnstempo aus dem Nichts eine große Handelsmetropole. Auch heute ist Atlanta ein bedeutender Knotenpunkt für den Transport von Menschen und Fracht, allerdings zu Luft. Der Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport ist weltweit der Flughafen mit dem größten Passagieraufkommen. Aussteigen tut dort selten einer. Die meisten steigen nur um.

Atlanta ist eine Erfolgsstory. Ganz im Gegensatz zu den vielen Ministädten entlang unbedeutender Eisenbahnstrecken in den unendlichen Weiten der USA, die zuweilen sehr trostlos und tot wirken. Wenn sich ein Zug von Zeit zu Zeit hupend dort ankündigt bevor er durch das Städtchen rauscht, dann schaut man lediglich kurz auf, denn halten tut der Zug sowieso nicht.