Public Schools

Foto von Schultaschen

Öffentliche Schulen sind im Gegensatz zu Privatschulen kostenfrei und somit die erste Wahl für die durchschnittliche amerikanische Familie. So ist es nicht verwunderlich, dass ca. 84 Prozent aller Schüler eine staatlich finanzierte Schule besucht. Finanziert werden die Schulen aus öffentlichen Mitteln. Circa zehn Prozent der Mittel stammen aus der Bundeskasse, den Rest steuern die jeweiligen Bundesstaaten und Kommunen bei. Das Bildungssystem in den Staaten ist föderal aufgebaut, Bildung also Sache der Bundesstaaten.

Public Schools genießen bisweilen einen sehr schlechten Ruf und ihr Image ist unabhängig davon, ob die Schule in der Bronx oder in Greenville liegt, angekratzt. Insbesondere Gewalt, Drogen und Kriminalität werden zunächst immer als besonderes Manko der öffentlichen Schulen genannt. Dieser Befund steht allerdings in Kontrast zu den Hauptgründen, die Eltern nennen, die ihren Kindern entweder eine Ausbildung auf einer Privatschule finanzieren oder sie von zu Hause aus unterrichten. An erster Stelle steht bei ihnen nämlich nicht Angst vor Gewalttätigkeit und Diskriminierung, sondern der Wunsch, ihre Kinder nach den eigenen moralischen und religiösen Wertvorstellungen zu erziehen.

Es zeigt sich also, dass die Möglichkeit zur Wahl zwischen verschiedenen Varianten der schulischen Ausbildung ein weiteres Freiheitsrecht von Amerikaner darstellt. Die Eltern können zwanglos entweder mit hohem finanziellen oder persönlichen Einsatz wählen wie, wo, was und mit wem ihre Kinder auf das Leben vorbereitet werden sollen.