My home is my castle

Foto von einer Baustelle

Innerhalb weniger Monate wurde in der Nähe uns eine neue Neighborhood aus dem Boden gestampft. Zunächst wurde der Wald gerodet, dann der Boden planiert, Straßen gezogen, Hügel aufgeschüttet und Fundamente gegossen. Wenig später waren die Häuser fix und fertig. In nur wenigen Wochen standen sie zum Verkauf und die ersten Interessenten rollten an, um sich eines der Luxushäuser am Rande einer florierenden Kleinstadt zu sichern.

Hausbau in Amerika stellt man sich am besten so vor: Man nehme ein paar Holzbalken und baue ein Grundgerüst, an dieses befestige man Sperrholzplatten, die zum Schutz vor Regen in Plastikfolie eingepackt werden. Den Dachstuhl, der fix und fertig geliefert wird, verkleide man ebenfalls mit Sperrholzplatten, die mit einer Teerpappe im Dachziegellook gedeckt wird. Man setzte Fenster und Türen ein, verkleide das Haus mit Plastikplanken und Ziersteinen und vergesse die Installation der Wasser- und Stromleitungen nicht. Zum Schluss noch eine Klimaanlage in den Garten gesetzt und fertig ist das amerikanische Standardhaus. Selbstveständlich ist auch innen von den Toiletten bis zu den Deckenlampen alles fix und fertig.

Die Fertigung der Häuser ist erschreckend simpel, schnell und billig. Aber sei es drum: Circa 12% der amerikanischen Bevölkerung zieht es jährlich an einen anderen Ort innerhalb der USA gibt das United States Census Bureau bekannt. Für die Ewigkeit muss man dann gar nicht bauen. Besser soll es erschwinglich sein, leicht zu verkaufen und dabei noch wie ein richtiges Haus aussehen.