Monster Cookies

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Ein Rezept für Monster Cookies bekam ich letztlich von Bekannten gereicht. Die Kekse seien umwerfend und ich sollte sie unbedingt backen. Ich freute mich und beschloss die Kekse nach zu backen. Sobald ich jedoch die Zutaten genauer studierte wurde mir klar, dass es sich hierbei um eine wirklich amerikanische Delikatesse handelte, die ich nicht mit gutem Gewissen backen konnte.

Abgesehen von 150g braunen Zucker und 120g weißen Zucker müssen in den Teig noch 60g Schokoladenchips, 60g Smarties und 30g Rosinen eingerührt werden. Die Erdnussbutter, normale Butter und die Haferflocken, die dazu dienen das Zuckerzeug in Keksform pressen zu können, erscheinen als Beiwerk.

Ich war wieder einmal schwer schockiert, wieviel Zucker hier in Lebensmitteln landet. Das in 1 Liter Coca Cola ca. 35 Würfel Zucker stecken, haben wir schon einmal gehört. Aber das auch in Brot, Aufstrichen, Fleischprodukten und herzhaften Snacks Zucker enthalten sein muss, ist vielleicht neu. Hier ist das nicht ungewöhnlich, sondern an der Tagesordnung und so ist es sehr schwer Lebensmittel ohne zusätzlich zugefügten Zucker zu finden. Produkte, die frei von Zucker sind, werden hier extra mit unsweetend (ungesüßt) gekennzeichnet.

Ein US-amerikanischer Durchschnittsgaumen ist so sehr an den süßen Geschmack von Zucker gewöhnt, dass der Verzicht darauf unmöglich erscheint. Um die Zähne der Amerikaner gerade deshalb prophylaktisch zu schützen, ist dem Trinkwasser Fluorid zugesetzt. Von gut 300 Millionen Einwohnern haben im Jahr 2014 gut 200 Millionen Zugang zu Fluorid versetztem Wasser gehabt.

Ob das jedoch der richtige Weg ist Amerikaner vor den Nebenwirkungen von Zucker zu schützen, ist allerdings mehr als zweifelhaft.