Lidl

Foto von Lidlbroschüre

Seit einigen Monaten mischt nun auch Lidl auf dem hiesigen Lebensmittelmarkt mit. Auch der Aldi-Konzern, der schon seit 1976 Filialen im ganzen Staat betreibt, bekommt damit eine starke Konkurrenz. Wie auch in Deutschland buhlen die beiden Unternehmen mit ähnlichen Prinzipien um die Kunden.

Doch bei Lidl soll der Einkauf nicht nur kostengünstig sein, sondern irgendwie auch luxuriös. Es ist erstaunlich, wie Lidl mit seinen ersten Filialen, die allesamt in den Südstaaten eröffnet wurden, es schafft, mit der Kombination Luxus und billig zu werben und die Kunden anzulocken. Die Filialen sind gigantisch, neben dem Bio-Lachs liegt der Billiglachs, neben Markenprodukte die No-name-Produkte und neben den Kaschmirpullover das Nylon Shirt. Es gibt frisch Aufgebackenes, der Laden duftet und Wein gibt es auch, von billig bis teuer.

Lidl ist hier ähnlich wie Rewe in Deutschland, nur die Wurst- und Käsetheke fehlt. Dafür gibt es, und das macht den Laden für mich besonders reizvoll, jede Menge bezahlbare Importware aus Europa. Fetakäse, Gruyere, Salami aus deutscher Produktion und Bratwürstchen aus Nürnberg.

Der Start für Lidl war entgegen den Erwartungen jedoch schwer und auch die Marktanteile zeigen, dass der erhoffte Erfolg bis jetzt ausblieb. Trotzdem wird weiter expandiert, schon im nächsten Jahr soll es 100 Filialen in den Vereinigten Staaten geben. Auch Amerikaner sind Gewohnheitstiere und die Reaktionen der Amis lassen mich schmunzeln, wenn ich ihnen voller Begeisterung erzähle, dass ich bei Aldi und Lidl einkaufe. Aldi und Lidl seien doch die Geschäfte für die mit weniger Geld erklärt man mir. Solche Aussagen kenne ich auch noch aus jungen Jahren, da war es peinlich, wenn man zum Aldi einkaufen ging. Und man beachte, damals war Aldi schon mehr als 30 Jahre auf dem deutschen Lebensmittelmarkt ansässig. Mitunter dauert es halt lange, bis sich Gewohnheitstiere aus festgefahrenen Mustern und Denkweisen lösen.