Homeschooling

Foto von Junge mit Schreibblock

In den USA ist es, im Gegensatz zu Deutschland, erlaubt, die Kinder in den eigenen vier Wänden bis zum Abitur zu unterrichten. Homeschooling ist eine kostengünstige Möglichkeit für eine gute Schulbildung – vorausgesetzt, jemand ist zu Hause ist, der den Kindern auch tatsächlich gut die Lerninhalte vermitteln kann.

Etwas mehr als drei Prozent der US-amerikanischen Schüler werden zu Hause unterrichtet. Je nach Bundesstaat gelten andere Zugangsvoraussetzungen und Regeln für die Durchführung und die Gewährleistung eines allgemein anerkannten Bildungsniveaus. In South Carolina darf man beispielsweise nur als Mitglied eines Homeschool-Vereins die eigenen Kinder zu Hause zu unterrichten. Darüber hinaus hat der Bundesstaat gesetzlich festgelegt, dass mindestens ein Elternteil einen Hochschulabschluss und einen Bachelorabschluss vorweisen muss, um als Lehrer der eigenen Kinder tätig zu werden. Überprüft wird der Lernfortschritt in jährlichen Tests, die die Schulbehörden durchführen.

Homeschooling geschieht also keinesfalls im rechtsfreien Raum und losgelöst vom sozialen Umfeld. Im Gegenteil. Viele Homeschool-Familien sind online und offline sehr gut miteinander vernetzt, teilweise werden die Kinder je nach Kompetenz der Eltern gegenseitig unterrichtet. In der Regel lernen die Kinder jedoch mit ihren eigenen Eltern und über Onlineprogramme.

Die Gründe für Homeschooling sind sehr vielfältig und das letzte Mal im Jahr 2012 in einer Studie vom US Departement of Education umfassend erhoben worden. Deutlich wird hier, dass die Sicherstellung einer religiösen und moralischen Bildung an oberster Stelle zu finden ist. Erst danach finden sich die Ablehnung des öffentlichen Schulsystems und die damit verbundenen Probleme.