For the Saftey of our children!

Foto von Spielplatz

Auch ein Ausflug zu einem Kinderspielplatz kann eine gute Erfahrung sein, um in typisch amerikanisches Territorium vorzudringen. Dabei fällt einiges auf:

1. Die Spielplätze sind fast immer komplett umzäunt.
2. Möglichen Gefahrenquellen werden gekennzeichnet.
3. Es sind mehr Erwachsene als Kinder unterwegs.
4. Es gibt wenig Naturmaterialien und viel Plastik.
5. Kinder spielen zurückhaltend, denn die Angst ihrer Eltern begleitet sie stets. („Be careful on the slide, honey.“)
6. Man hört von überall her: „Good job, darling!“

Ich könnte die Liste noch um weitere Details ergänzen, aber das könnte sehr schnell langweilig werden. (Wer sich für die Sicherheitsstandards auf amerikanischen Spielplätzen interessiert, dem empfehle ich die Lektüre des National Program for Playground Safety.) Interessant wird es auch, wenn man in der Presse Diskussionen darüber verfolgt, wie nah Erwachsene, die nicht in Begleitung von Kindern sind, sich Spielplätzen überhaupt nähern dürfen. In manchen Städten (Hollywood, Los Angeles) sind Erwachsene ohne Kinder in der Nähe eines Spielplatzes automatisch suspekt.

Da ist sie wieder, die treue Begleiterin von Amerikanern: Die Angst. Nicht ohne Grund, sind Spielplätze komplett eingezäunt und Kinder werden von ihren Eltern auf Schritt und Tritt verfolgt. Freiheit sieht anders aus, zumindest denke ich das. Aber Angst ist ja bekanntlich die größte Feindin der Freiheit.