Fast Food

Foto von Fast Food Gerichten

Wenn der Hunger groß ist und die Zeit knapp, dann greift man zu Fast Food. Der Begriff ist inzwischen auch schon Bestandteil der deutschen Sprache, wer benutzt schon das Wort „Schnellgericht“? Die Integration des Wortes in die deutsche Sprache ist nicht nur ein Beweis für die Flexibilität von Sprachsystemen, sondern zeigt, dass Produktion und Verzehr von Fast Food nicht nur hier, sondern auch in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten signifikant angestiegen ist.

Zuerst einmal besteht der Begriff Fast Food aus zwei Komponenten. Erstens wird das Essen nicht nur schnell oder sehr schnell zubereitet, sondern zweitens auch ebenso zügig verzehrt. Meistens setzt man sich mit Fast Food nicht einmal hin, sondern isst die meist sehr kalorienreichen Lebensmittel binnen Minuten auf. Fast Food ist keine typisch amerikanische Erscheinung, auch wenn der englische Begriff und die Assoziation zu McDonald’s dies nahelegen. Weltweit gibt es Fast Food Buden, ob professionalisiert wie McDonald’s & Co oder als Einmann-Betriebe mit Bauchladen oder fahrbarem Untersatz. Fast Food ist nicht immer nur „böse“, dafür aber immer zügig zubereitet. Wenn wir die negative Konnotation des Begriffes einmal beiseiteschieben, dann müsste streng genommen auch das belegte Brötchen vom Bäcker als Fast Food zählen. Aber wer will soweit gehen.

Fast Food bleibt in der Regeln jedoch negativ behaftet und wenn ich täglich die nie enden wollenden Schlangen an den Drive-thrus der Fast Food Restaurants sehe, dann wird diese Zuschreibung nur bestätigt. Schon früh am Morgen, wenn die Schulkinder an der Drop-off-line abgesetzt werden, dann purzelt nicht selten Verpackungsmüll vom Frühstück mit aus dem Wagen, der verrät, dass die Kinder ihre Bäuche mit Frühstück von McDonald’s & Co gefüllt haben.

Nicht alle Schulkinder frühstücken im Auto. Nicht alle Amerikaner essen Fast Food und nicht jedes Fast Food Gericht ist ungesund (hier ein Rezept von einem Homemade Hamburger). Allerdings hat der hohe Konsum von Fast Food Lebensmitteln negative Folgen, zum Beispiel Übergewicht, Krankheit oder was ich besonders tragisch finde, der Verlust der heimischen Esskultur.