Electricity

Foto von Hochspannungsleitungen

Kürzlich fiel hier der Strom für einige Minuten aus. Die Lichter erloschen, die Spülmaschine stoppte, die Waschmaschine stand still, der Kühlschrank verstummte, das Display der Ofenuhr wurde schwarz, der Laptop wechselte in den Energiesparmodus und das Garagentor ließ sich nicht mehr öffnen. Der Stromausfall war nur kurz und dennoch entschuldigte sich der hiesige Stromversorger wenig später mit einem Anschreiben bei allen Haushalten.

Mich hat das Ereignis ins Grübeln darüber gebracht, wie abhängig heutzutage ein durchschnittlicher Haushalt (in industrialisierten Gebieten) doch von einer guten Stromversorgung ist. Das Strom nicht vom Himmel fällt oder ohne menschliches Zutun aus der Steckdose kommt, lernen schon die Kleinen. Wie aber wird in den USA Strom erzeugt? Darüber gibt die eia (U.S. Energy Information Administration) Auskunft. Zum Vergleich die deutschen Zahlen in Klammern dahinter. Die Zahlen gelten für das Jahr 2016:

  • Erdgas = 33.8% (12,4%)
  • Kohle = 30.4% (40,3%)
  • Kernenergie = 19.7% (13%)
  • Erneuerbare Energien = 14.9% (29%)
  • Mineralölprodukte = 0.6% (0,9%)
  • Übrige Energieträger = 0.6% (4,2%)

Strom muss erzeugt werden, wir Deutschen wissen nur zu gut, dass man sich trefflich über die Energiequelle streiten kann, aus der der Strom gewonnen wird. Alles hat schließlich seine Vor- und Nachteile. Sicherlich wäre es sinnvoll, hier im Süden der Vereinigten Staaten die Hausdächer mit Solarzellen zu pflastern, immerhin scheint zum Beispiel in South Carolina an 221 Tagen im Jahr die Sonne. Noch liegt der Energiegewinn aus Eneuerbaren Energien im Bundesstaat South Carolina bei 4,9%, es wäre also noch viel Platz nach oben, denke ich – aber ich bin kein Experte auf diesem Gebiet.