Due to the winter weather…

Foto von zugeforenem Tümpel

Die Schultore der öffentlichen Schulen im Greenville School County sind gestern geschlossen geblieben. Wieder einmal zeigte sich, wie ängstlich Amerikaner bisweilen sein können. Und da hier unten, in den Südstaaten, Temperaturen unter 0°C eher die Seltenheit sind, hat man eben auch ein bisschen Angst vor Eis und Schnee. Im gestrigen Fall war es die ungünstige Kombination von Kälte und Regen, die die Bezirksregierung wohl dazu veranlasst hatte, die öffentlichen Schulen für geschlossen zu erklären.

Tatsächlich war es gestern kalt gewesen und am Spätnachmittag fiel auch ein bisschen Nieselregen, aber auf keinen Fall so dramatisch, dass Schulbusse nicht hätten rollen können. In den meisten Privatschulen lief der Unterricht wie gewohnt und man konnte den Eindruck gewinnen, dass nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer und Verwaltungsangestellte sich einfach einen Zusatzferientag gewünscht hatten. So war der gestrige Tag immerhin schon der dritte Schultag in diesem Schuljahr, der wetterbedingt nicht stattfand. An keinem der drei Tage ist das Wetter so dramatisch gewesen, dass man nicht sogar mit dem Fahrrad zur Schule hätte fahren können.

Ich frage mich immer, was die Bezirksregierungen in Landesteilen machen, in denen das Thermometer gut und gerne über Monate Minustemperaturen anzeigt? Hier im Süden läuten auf jeden Fall sämtliche Alarmglocken, wenn es einmal winterlich wird. Wie soll man es den Menschen auch verübeln, die eine Jahresdurchschnittstemperatur von 24,2°C gewohnt sind.