„Democracy Dies in Darkness“

Foto von Strand bei Ebbe

„Democracy Dies in Darkness“: Das ist seit Februar 2017 der Slogan der Washington Post, der größten Tageszeitung in den USA. Den Ausdruck hat Amazon Chef und auch Verleger der Washington Post Jeffrey P. Bezos im Mai 2016 in einem Interview verwendet.

Das Motto hat bei den Lesern eingeschlagen und auch gleich eine ganze Reihe von Kommentaren hervorgerufen, positive wie negative. Offensichtlich haben sich die Journalisten des Blattes zum Ziel gesetzt, für Freiheit und demokratische Werte zu kämpfen. In Zeiten eines Präsidenten, der lieber Twitter als Kommunikationskanal wählt als seinen Pressesprecher, scheint ihnen das besonders wichtig.

Ganz deutlich spiegelt sich im provokanten Slogan der tiefe Graben zwischen Presse und Präsident wider, der, so muss man aber anmerken, nicht erst seit der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten existiert. Allerdings hat dieser Graben in diesem Jahr deutlicher an Tiefe gewonnen.

Auch wenn sicherlich ein Körnchen Wahrheit in dem Slogan der Washington Post steckt, ich kann ihm nichts abgewinnen. Demokratie stirbt nämlich meistens nicht im Schutze der Dunkelheit, sondern am helllichten Tage mit denen die besondere Verantwortung in ihr tragen. Dazu zählen gewählte Präsident, Kanzler und Parlamentsmitglieder ebenso wie das Volk, das genau jenen zur Macht verholfen hat.

Passen wir also alle auf, dass die Demokratie nicht stirbt. Weder in der Dunkelheit, noch im Rampenlicht.