Country Roads (1)

Foto von Haus

Die USA sind ein gigantisches Land und wer denkt, nach einem Städtetrip (und vielleicht einem Ausflug in einen Nationalpark) wüsste man, was die Vereinigten Staaten sind und wie der Amerikaner tickt, der irrt sich gewaltig.

Um die USA und seine Landsleute zu begreifen, sollte man sich ins Auto setzen und über die Country Roads fahren. So hat es auch John Steinbeck Anfang der 1960er Jahre mit seinem Hund Charly gemacht und 50 Jahre später der niederländische Autor Geert Mak. Steinbeck hat seinen Reisebericht verschriftlicht und in dem Buch „Travels with Charley. In Search of America“ veröffentlicht. Ebenso Mak, dessen Buch „Amerika! Auf der Suche nach dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ im Jahr 2014 erschienen ist.

Beide Bücher sind empfehlenswert, belegen sie doch eindrucksvoll, dass Amerika mehr ist als glitzernde Metropolen und Städte, die die Trends von Morgen setzen. Amerika ist eben auch rural, das heißt ländlich. Ländlich nicht im Sinne der deutschen Ländlichkeit, sondern im Sinne einer amerikanischen „countryside“. Ländlich in Deutschland heißt ein kleines Dorf, ein Bäcker, ein Aldi und eine Autobahn, die einen schnell in die nächste Großstadt bringt. Rural in den USA heißt, alle paar Meilen ein Haus, irgendwo eine Tankstelle, eine kleine Kirche, ein Fastfood Restaurant und mit etwas Glück eine Interstate, die einen wohlmöglich erst nach stundenlanger Fahrt in eine mittelprächtige Kleinstadt bringt.

In den nächsten Tagen machen wir doch einmal eine kleine Rundfahrt auf den „Country Roads“ dieses Landes. Dazu drehen wir das Radio auf und lauschen John Denver, der von den „Country Roads“ singt.