College

Foto von Büchern und Schreibblock

Mit dem Highschool-Abschluss in der Tasche geht es für über ein Drittel der Amerikaner ans College. Eine Ausbildung, während der man die Fachschule besucht, parallel dazu im Betrieb arbeitet und auch noch Geld verdient, kennt man in den USA nicht. Wer beispielsweise als Krankenschwester, Buchhalter oder Kindergärtner arbeiten möchte, der besucht zunächst das College.

Der Vorteil, alle können, zumindest für 2-4 Jahre, einmal in die Rolle des Studenten schlüpfen. Der Nachteil, das System ist sehr verschult, wenig praxisorientiert und sehr teuer. Über 20.000 Dollar muss man durchschnittlich in eine Ausbildung am College investieren, Lebenshaltungskosten sind darin noch nicht eingerechnet. Fehlt das Geld für die Studiengebühren, dann wird ein Kredit aufgenommen. So ist es nicht unüblich, dass man hierzulande am Ende des Ausbildungsweges mit einem großen Schuldenberg ins Berufsleben startet. So trat der Hochschulabsolvent des Abschlussjahrgangs 2016 mit durchschnittlich 37,172 Dollar Schulden ins Berufsleben ein, Tendenz steigend. Dies führt dazu, dass die finanziell vorbelasteten Arbeitskräfte von Beginn an in einem Kreislauf von Schulden, Tilgung und Neuverschuldung feststecken. Selbst wenn der Collegabsolvent durchschnittlich knapp unter 50.000 Dollar jährlich verdient, er braucht Jahre, bis er seine Ausbildungsschulden samt Zinsen abbezahlt hat.