Christmas Gifts (1)

Fotos von Geschenken

Letzten Samstag bin ich, aus gegebenem Anlass, in ein Spielzeugwarengeschäft gestolpert. Ich war auf der Suche nach einer ganz bestimmten Spielsache und hoffte in der Filiale einer größeren Kette fündig zu werden. Selbstverständlich war mir klar, dass zwei Wochen vor Weihnachten und dazu an einem Samstagnachmittag der Andrang groß sein würde, aber was ich erlebte hat meine Vorstellungskraft gesprengt.

Es war nicht nur voll, es war übervoll. Wenn das alles gewesen wäre, wäre ich nicht überrascht gewesen, aber fast alle Anwesenden schoben ihre Einkaufswagen ziellos durch die Gänge und warfen in den Wagen, was sie packen konnten. Legos, Elsa, Barbie, Olaf, Ken, Holzspielsachen, Sticker, Bücher, Teppiche, Rasseln usw.

Erst war ich neugierig und bin also eine Weile durch den Laden gelaufen, um die Menschen zu beobachten.Dann war ich schockiert und zum Schluss so angeekelt von dem Kaufrausch in den die meisten Leute verfallen waren, dass ich fluchtartig und ohne etwas zu kaufen an den Kreditkarte zückenden Menschen den Laden verlassen habe.

In der Holiday Season wird viel konsumiert, das hat schon der Bericht über den Black Friday deutlich gemacht, der ja neben dem Thanksgiving Fest, die Weihnachtszeit einläutet. Aber so einen Kaufrausch, wie ich dort erlebte, hätte ich nicht erwartet, insbesondere weil ich inzwischen weiß, dass der durchschnittliche Amerikaner Geld eben nicht im Überfluss besitzt.

Knapp 1000 Dollar pro Erwachsenen wird hier dieses Jahr an Weihnachten für Geschenke ausgegeben werden. Zum Vergleich, in Deutschland liegen die durchschnittlichen Ausgaben für Weihnachtsgeschenke bei etwa der Hälfte dessen, was hier für seine Liebsten investiert wird. Bleibt die Frage offen, ob Amerikaner einfach spendabler sind oder ob ihnen eine Konsumbremse fehlt? Ich würde sagen es ist eine Mischung aus beiden Faktoren.