Cheese

Foto von Käsetheke im Supermarkt

Amerikaner lieben Käse und am liebsten mögen sie richtig viel Käse. Zur Illustration, wenn auf eine italienische Pizza eine Hand voll Käse kommt, dann kommen auf eine American Pizza mindestens drei Hände voll. Das Gleiche gilt für Aufläufe, Sandwiches oder Salate. Wenn Käse, dann viel.

Ein Franzose würde den amerikanischen Standardkäse wahrscheinlich noch nicht einmal auf einer Pizza essen. Amerikanischer Cheddar Cheese, den die Amerikaner am häufigsten verzehren, schmeckt nur noch im entferntesten Sinne nach Käse. Aber gut, Franzosen sind eben echte Käseprofis und wer Blauschimmelkäse isst, der braucht schon deftigere Käsesorten für sein Glück. Ich muss immer schmunzeln, wenn mir Amerikaner vorschwärmen: „I love cheese. I love all kinds of cheese.“ Aha, denke ich und antworte: „You never went to France before.“

Amerikaner essen Unmengen von Käse und jedes Jahr essen sie, so zeigen die Statistiken des United States Department of Agriculture, pro Kopf ein paar Pfund mehr. Guter Käse ist aber teuer, hier wie anders wo. Auf jeden Fall zu teuer, um ihn kiloweise im Essen zu verarbeiten. Dann greift man hier halt zu einer der vielen Variationen von Cheddar, Swiss oder Mozzarella Cheese, die anders als die Namen es suggerieren, meistens nichts mit ihren Namensverwandten in Europa gemeinsam haben, weder in der Qualität, noch im Geschmack, der Reife oder dem Alter.

„Age is something that doesn’t matter, unless you are a cheese.“ Luis Buñuel (1900-1983)