Black Friday

Schwarze Fläche

Mit Thanksgiving hat gestern offiziell die „Holiday Season“ begonnen. Gemeint ist die Weihnachtszeit. Das alles wirkt ein wenig absurd, Weihnachten ist ja immerhin noch einen Monat entfernt. Nichtdestotrotz, die ersten Vorgärten werden bereits weihnachtlich geschmückt, die Innenstädte sind schon seit zwei Wochen dekoriert und die Geschäfte sowieso. Und weil Weihnachten ohne Konsum nicht Weihnachten ist, läutet der „Black Friday“ die Weihnachtseinkaufssaison ein.

Seit 1952 wird der Freitag nach Thanksgiving immer mehr zum Tag des Konsums. Die Gelegenheit ist günstig, weil viele Angestellte nicht nur am Thanksgivingtag nicht zur Arbeit müssen, sondern ebenso am Freitag danach. Die Schulen sind geschlossen und zumindest ein Teil der Nation hat das Privileg eines langen Wochenendes. Zeit zum Shoppen also.

Und weil ein normaler Arbeitstag nicht reicht, um Geld in Massen auszugeben, öffnen einige Läden ihre Tore schon um 6:00 Uhr, andere um 5:00 Uhr oder sogar um Mitternacht. Und um auch wirklich das beste Angebot zu ergattern und Teil dieses Super-Konsumevents zu sein, campieren einige Amerikaner sogar vor den Läden. Dass solch ein Tag, an dem jeder nach dem besten Schnäppchen giert, nicht nur friedlich verlaufen kann, zeigt der Black Friday Death Count, der seit einigen Jahren die Toten und Verletzten rund um den Black Friday auflistet. Mal sehen, wie viele heute im Konsumrausch ihr Leben lassen.