Baby’s Milk

Foto von Babymilchpackungen

Während die Preise für Kuhmilch auf einem Rekordtief sind, zahlt man hier für Babymilch („Baby Formular“) exorbitante Summen. Eine Dose Milchpulver (500g) kostet durchschnittlich 25-30 Dollar. Zum Vergleich, in Deutschland bekommt man für das gleiche Geld 2-4 Kilo Milchpulver. Ersatznahrung ist extrem teuer und trotzdem entscheiden sich hier schon bei der Geburt über 20% der Mütter gegen die günstigere und gesündere Alternative, das Stillen des Nachwuchses mit Muttermilch.

Die Gründe für vorzeitiges Abstillen werden immer wieder erforscht, denn die Zahl der Mütter, die ganz auf das Füttern mit Muttermilch verzichten ist in den vergangenen Jahren angestiegen. Obwohl man sich in der Fachwelt inzwischen einig ist, dass Muttermilch die gesündeste Alternative für die Babys ist, sinkt der Anteil der gestillten Kinder. Die Gründe dafür hat eine Studie offengelegt?

Mütter können Probleme mit der Milchbildung haben, sorgen sich um die Ernährung und das Gewicht ihres Nachwuchses, nehmen Medikamente in der Stillzeit, müssen zügig nach der Geburt wieder auf die Arbeit zurückkehren, haben keine Möglichkeit auf der Arbeit abzupumpen, empfinden Stillen als abstoßend oder stoßen auf Ablehnung in ihrem sozialen und familiären Umfeld.

Die Auflistung der Gründe zeigt, es ist eine Mischung aus sozialen Gründen und eine zunehmende Distanz zu einem natürlichen Vorgang. Früher, als das Füttern mit der Flasche noch nicht so populär war, da beruhigte man sein Baby, wenn es in der Öffentlichkeit (z.B. beim sonntäglichen Kirchgang) hungrig wurde, mit Sugar-tits. Dafür wickelten die Frauen etwas Zucker oder Honig in ein Stoffstück und ließen die Kinder daran saugen, bis sie wieder zuhause waren, wo sie ihre Kinder stillen konnten. Heute benutzt man, zumindest für Säuglinge, keine zuckrigen sugar-tits mehr, heute pumpt man für solche Situationen Muttermilch ab, greift zum Schnuller oder kauft Milchpulver zu unverhältnismäßigen Preisen.