All way stops

Foto von Stoppschild 4-Way

Eine Verkehrsregel, die in Deutschland und Europa unerlässlich für das Miteinander im Straßenverkehr ist, ist die Vorfahrtsregel rechts vor links. Wer von rechts kommt, hat Vorfahrt, soweit nicht ausdrücklich anders geregelt. Das Wiener Übereinkommen über den Straßenverkehr hält unter vielen anderen Regeln die Rechts-vor-links-Regel in seinem internationalen Vertragswerk fest.

In den USA ist diese Regel bekannt, sie findet jedoch höchst selten Anwendung. Grund dafür sind die all way stops, die die Vorfahrt an Kreuzungen regeln. Praktisch sieht der Ablauf dann so aus, dass jedes Auto an einer mit Stoppschildern ausgezeichneten Kreuzung oder Einmündung stoppen muss. Wer zuerst kommt, darf auch als erster wieder anfahren. Kommen die Fahrzeuge zeitgleich zum Stehen, so einigt man sich durch Kopfnicken oder Winken, wer als erster auf das Gaspedal drücken darf.

Durch diese Regel entstehen zuweilen abstruse Situationen. So kommt es nicht selten vor, dass an einer Kreuzung drei Autofahrer darauf warten, ihren Weg fortzusetzen. Allerdings dauert es manchmal ziemlich lange, bis die Fahrer sich endlich geeinigt haben, wer nun Vortritt hat. Damit bei der Menge an Stoppschildern die Übersicht nicht verloren geht, hat das Manual on Uniform Traffic Control Devices festgelegt, dass zusätzlich zum Stoppschild eine Beschriftung angefügt wird, die deutlich macht, wie viele Straßen sich genau kreuzen: 2-Way, 3-Way oder 4-Way.

Schneller vorwärts kommt man jedoch auch trotz der präzisierenden Bezeichnungen nicht, denn bei einem Stoppschild haben die Reifen stillzustehen.