Credo

Foto von einem Sticker

Viel häufiger als in Deutschland findet man hier öffentlich formulierte Bekenntnisse zum christlichen Glauben. In Form von Stickern, Flaggen, Symbolen, Wortbeiträgen und ähnlichem bekennen viele Amerikaner, ich bin Christ. Während in Deutschland in erster Linie Kirchen und Glockengeläut und von Zeit zu Zeit ein Wegkreuz eher schweigend an die religiöse Verankerung eines Großteils der Bevölkerung erinnern, wird hier mehr Wert auf das explizite Glaubensbekenntnis gelegt. Auch Kirchen gibt es hier, wie an anderer Stelle berichtet, in Hülle und Fülle, allerdings zehren die Gemeindemitglieder weniger von der Atmosphäre der mitunter sehr schlichten Kirchenbauten, als von der (Glaubens-)Gemeinschaft innerhalb der Gemeinden.

Insgesamt erscheint es mir in den USA leichter zu sein, seinen Glauben zu bekennen, zumindest solange man sich in irgendeiner Form dem Christentum zugehörig fühlt. Immerhin rund 70% der Staatsbürger der Vereinigten Staaten von Amerika fühlen sich einer christlichen Konfession zugehörig. In Deutschland sind rund 55 Prozent der Bürger Mitglied in einer der christlichen Kirchen.